Nach Übernahme von Boutique: Bayerische Vermögen plant personelles Wachstum
Der Vermögensverwalter hat die Investment-Boutique MFI Asset Management im vierten Quartal des vergangenen Jahres übernommen. Die MFI soll als Baustein für das institutionelle Asset Management fungieren.
Tim Habicht · 02/11/2020

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat der Vermögensverwalter Bayerische Vermögen die Investment-Boutique MFI Asset Management übernommen. Im Rahmen der Übernahme der MFI AM durch die Bayerische Vermögen wurden alle zehn Mitarbeiter der MFI AM übernommen und diese in das Unternehmen integriert. Außerdem wurden alle bestehenden Mandate übernommen. Jetzt will das Unternehmen personell weiter wachsen und auch seinen Vertrieb ausbauen.

„Die Integration war völlig problemlos, weil das Geschäftsfeld der MFI AM perfekt das bestehende Geschäft der Bayerische Vermögen ergänzt. MFI AM soll in der Bayerischen Vermögen als Baustein für das institutionelle Asset Management fungieren. Dadurch schaffen wir die Struktur für weiteres Unternehmenswachstum. Wir wollen unser Geschäft insgesamt ausbauen und stärker wachsen. Durch die Übernahme der MFI AM können wir Synergien in der Abwicklung und im Vertrieb nutzen”, sagt Stefan Mayerhofer, Vorstandsmitglied bei der Bayerischen Vermögen, im Gespräch mit Fundview.

MFI AM ist eine Investment-Boutique für institutionelle Investoren und verwaltet rund 1,7 Milliarden Euro Assets und bietet drei Strategien und Services für institutionelle Investoren an: Klassische Renten, asymmetrisches Overlay und ein sogenanntes Best of two-Konzept, das das MFI-AM Aktienkonzept mit dem MFI-AM Rentenkonzept kombiniert.

Mayerhofer gibt Einblicke in die Zukunft des Unternehmens: „Im Zuge dessen wollen wir auch personell wachsen und vor allem den Vertrieb ausbauen. Wir möchten als Komplettanbieter für institutionelle Investoren agieren und können hier eigene Strategien, Spezialfonds und auch in der Selektion fungieren. Zunächst haben wir in unsere Strukturen investiert und effiziente Prozesse aufgesetzt. Jetzt wollen wir in den Vertrieb investieren und durch unsere gemeinsamen Netzwerke neue Kunden gewinnen und bei den Kunden sowie Assets wachsen.”

Mehrwert für institutionelle Investoren liefern

Die Wurzeln von MFI AM liegen im Bankhaus Merck Finck & Co. in München. Als zentrale Vermögensverwaltung der Bank firmierte die Tochter bis Ende 2009 als Merck Finck Invest Asset Management GmbH. In dieser Funktion betreute sie institutionelle Kunden und Privatkunden des Bankhauses. Im Zuge einer Neuausrichtung des Bankhauses wurde die Merck Finck Invest Asset Management GmbH von den Mitarbeitern der Gesellschaft übernommen und firmiert seit dem 1. Januar 2010 als MFI AM.

Seit der Gründung der MFI AM hätten sich die regulatorischen Anforderungen stark erhöht. Allerdings liege der Fokus von MFI AM auf dem Asset Management. „Wir setzen Investments um und sind keine Experten bezüglich der Compliance und Regulatorik. Aber das gehört natürlich auch zum Geschäft dazu. Deswegen ist es sinnvoll, gemeinsam mit der Bayerischen Vermögen Synergien zu nutzen. Wir können uns seit der Integration in die Bayerische Vermögen komplett auf das Asset Management fokussieren und die Bayerische Vermögen entlastet uns bezüglich der regulatorischen Herausforderungen”, sagt Johann Rossgoderer, Geschäftsführer von MFI AM.

Vor allem konservative Kunden würden vor großen Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld stehen und würden verstärkt nach Renten-Alternativen suchen. „Das gilt natürlich vor allem auch für institutionelle Investoren mit gewissen Risikobudgets. Dort wollen wir einen Mehrwert für Investoren durch unsere quantitativen und prognosefreien Investment-Strategien liefern”, sagt Rossgoderer.

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