Ingmar Przewlocka erklärt Aktien-Verdopplung in Mischfonds von Schroders
Ausgebaut wurden vor allem Aktien aus Schwellenländern und Europa.
Tim Habicht · 02/10/2020

Die Aktienquoten in den Multi-Asset-Fonds des britischen Asset Managers Schroders wurden in den vergangenen Wochen verdoppelt; von 23 Prozent auf aktuell 46 Prozent.

„Allen voran während der Schwäche im August des vergangenen Jahres haben wir die Aktienquote erhöht. Weil allerdings viele kurzfristig auf diesen Zug aufgesprungen sind, könnten auch teilweise kurzfristige Korrekturen die Märkte treffen. Dann würden wir in diesen kurzfristigen Korrekturen unsere Aktienquote weiter steigern”, erklärt Ingmar Przewlocka, Senior Fondsmanager Multi-Asset bei Schroders, im Gespräch mit Fundview.

Ausgebaut wurden vor allem Schwellenländer- und europäische Aktien. Diese hätten großes Nachholpotential. Auch deutsche Aktien wurden aufgestockt. Gesenkt wurde entsprechend der Anteil an US-Aktien. Aktuell sind 25 Prozent der Aktien-Allokation Europa ex. UK, rund 13 Prozent US-Aktien und 5,5 Prozent Schwellenländer ex. Asien. Damit ist die Aktienquote aktuell nahezu am Maximum von 50 Prozent im Global Multi Asset Balanced-Fonds.

Liquidität treibt die Märkte

„Insgesamt ist sehr viel Liquidität in den Märkten. Die ökonomischen Daten haben möglicherweise eine Bodenbildung erreicht. Zudem sind viele Investoren noch immer an der Seitenlinie platziert und entsprechend ist eine massive Liquidität vorhanden, die die Märkte treiben wird”, sagt Przewlocka.

Allerdings stellt der Multi-Asset-Experte insgesamt ein höheres permanentes Stresslevel fest. Es würde viel Lärm in allen Bereichen geben. Aber die Liquidität überlagere den aktuellen Konjunkturzyklus und treibe die Märkte.

Entsprechend fällt auch der Rückblick auf das Jahr 2019 aus: „Das Jahr 2019 ist insgesamt sehr gut gelaufen. Das liegt natürlich auch daran, dass die globalen Notenbanken unterstützend für die Märkte wirken. Deswegen erwarten wir noch mindestens drei bis vier gute Monate für Aktien. Allen voran, weil der Fokus nicht auf der absoluten, sondern der relativen Bewertung der Aktien liegt. Zudem fehlen oftmals die Optionen für Mischfonds-Manager, beispielsweise auf der Anleihe-Seite.”

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