Hamburger Paribus-Gruppe erweitert Expertise durch Private-Equity-Dachfonds
Der Asset Manager ist auf Immobilien und Eisenbahn-Investments spezialisiert und kooperiert mit einer Hamburger Boutique für einen Private-Equity-Dachfonds.
Tim Habicht · 02/06/2020

Die Hamburger Paribus-Gruppe setzt seit 16 Jahren Investments um und beschäftigt aktuell rund 120 Mitarbeiter. Der Asset Manager initiiert, konzipiert und begleitet Investments für private und institutionelle Anleger vor allem in den Assetklassen Immobilien und Eisenbahn-Investments. Das Gesamtinvestitionsvolumen laufender und bereits abgeschlossener Investments unter Paribus-Management beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden Euro. Jetzt wird die Expertise mit einem Private-Equity-Dachfonds erweitert. Dafür kooperiert das Unternehmen mit einer Hamburger Boutique: Der Astorius-Gruppe.

Volker Simmering (im Bild), Geschäftsführer der Paribus Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, erklärt im Gespräch mit Fundview: „Wir sind Asset Manager in den Bereichen Immobilien und Eisenbahn-Investments. Dabei fungieren wir als voll-regulierte Kapitalverwaltungsgesellschaft. Wir sind insgesamt sehr unternehmerisch veranlagt und haben ergänzend zum Ausbau unserer Asset-Management-Bereiche auch Übernahmen Dritter umgesetzt. Hieraus hat sich seit Längerem ergeben, dass wir neben den beiden Standbeinen Immobilien und Eisenbahn auch daran interessiert sind, unsere Kompetenz im Bereich Private Equity auszubauen.“

Die Paribus-Gruppe hat sich zum Aufbau von Private-Equity-Dachfonds entschieden und dafür eine Kooperation mit einem Unternehmen einzugehen, das eine ähnliche Investment-DNA und -Philosophie verfolgt. Dies wurde bei der Astorius-Gruppe gefunden. Diese verfügt über eine große Private-Equity-Expertise und hat in der Vergangenheit ein exzellentes Team aufgebaut.

Private-Equity-Dachfonds zum Start

Die Astorius-Gruppe wurde 2012 gegründet und verwaltet inzwischen über 650 Millionen Euro Assets in Private-Equity-Mandaten. „Wir liefern vermögenden Privatkunden den Zugang zu Private Equity und wollen Private Equity auch nicht-institutionellen Investoren für ihr Portfolio zugänglich machen. Private-Equity-Fonds sind meist nicht investierbar für kleinere Anleger aus dem gehobenen Private-Banking-Segment“, sagt Julien Zornig, Managing Partner bei der Astorius-Gruppe.

Astorius strebt wegen der immer größer werdenden Regulatorik keine eigene Vollzulassung als KVG wie die Paribus-Gruppe an. Deswegen sei es sehr sinnvoll, zu kooperieren.

Gemeinsam wurde das Paribus Private Equity Portfolio gestartet, ein Publikums-AIF, der in mindestens zwei Private-Equity-Dachfonds investiert. Erster Zielfonds wird der Astorius Capital Select Teilfonds sein.

Zielgruppe sind vor allem semi-institutionelle Investoren

Fokussiert werden im Astorius Capital Select-Fonds kleine und mittelgroße Private-Equity-Fondsmanager. Dabei will sich das Team nicht von großen Markennamen blenden lassen. Im kleinen und mittleren Segment werden hingegen attraktive Fonds und Fondsmanager gefunden.

„Damit liefern wir einen echten Mehrwert in einem Markt, der in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Viele Dachfonds konzentrieren sich auf die Mega-Fonds, das ermöglicht uns natürlich eine große Chance, durch eine gute Selektion auch höhere Renditen bei gleichem Risiko für unsere Investoren zu erwirtschaften“, sagt Zornig. Christian Drake, Geschäftsführer der Paribus Invest GmbH fügt hinzu: „Unter anderem wegen der steigenden Kapitalzuflüsse in die Mega-Fonds der Private-Equity-Branche kommt es zu einem Investitionsstau und zum sogenannten trockenen Pulver in den Fonds.“

Treiber für den Private-Equity-Trend sei die Erosion traditioneller Allokationen. Vor allem die Niedrigzinsen, die Anleger aus Anleihe-Investments treiben und neue Immobilieninvestments teurer und damit unattraktiver gemacht haben. Die Nachfrage nach Rendite-Alternativen steige deswegen.

„Private Equity ist dabei insgesamt bei nahezu allen Investorengruppen noch immer – trotz des Aufschwungs der vergangenen Jahre – unterrepräsentiert in den Portfolios. Als Zielgruppe sehen wir deswegen hauptsächlich Banken und Vermögensverwalter, die vermögende Privatkunden betreuen. Wir liefern den Zugang zu Private-Equity-Investments ab einer Zeichnung von 20.000 Euro”, sagt Drake. Im Bereich Private Equity stecke insbesondere für vermögende Privatkunden und semi-institutionelle Kunden viel Potenzial. Nur wenige haben bis heute diese Anlageform für sich erkannt. „Wir sind uns sicher, dass sich das in Zukunft weiter ändern wird. Nicht als Ersatz zur Aktie, sondern als renditestarke Ergänzung zum Gesamtportfolio”, so Zornig.

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