Münchner Alternatives-Boutique öffnet Vola-Fonds und forciert Wachstum mit Einstellungen
Die Boutique wurde im Juli 2018 gegründet und hat über 300 Millionen Euro Assets für ihren ersten Vola-Fonds gesammelt. Im laufenden Jahr sollen Einstellungen das Team verstärken.
Tim Habicht · 02/06/2020

Die Münchner Alternatives-Boutique finccam öffnet ihren Volatilitäts-Fonds finccam Volatility Premium ein Jahr nach Gründung für weitere Investoren und forciert den Vertrieb des Fonds sowie das Wachstum des Unternehmens.

Der Publikumsfonds wurde am 25. Januar 2019 gemeinsam mit Universal-Investment aufgelegt und hat innerhalb eines Jahres ein Volumen von 314 Millionen Euro erreicht. Die Jahresrendite des Fonds liegt bei 4,68 Prozent. Jetzt will der Asset Manager auch außerhalb des bisherigen Netzwerks den Ansatz vorstellen und Investoren ansprechen, die ihr Portfolio durch ein diversifizierendes Element ergänzen wollen. Der Fonds liefert eine direkte und voll umfassende Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie auf Aktien in Kombination mit einem leistungsfähigen Risikomanagement.

Die Boutique finccam wurde im Juli 2018 von dem Trio Bernhard Brunner (rechts im Bild), Reinhold Hafner und Wolfgang Mader (links im Bild) gegründet. Die drei Gründer waren zuvor gemeinsam bei risklab und Allianz Global Investors als Geschäftsführer, CIO Multi Asset & Solutions, CIO Multi Asset Alternatives & Hedging, Head of Risk Management Overlay sowie als Lead-Portfoliomanager für mehrere nationale und internationale Investoren tätig.

1,3 Milliarden Euro Assets und Investments in die Infrastruktur

„Insgesamt ist die Nachfrage nach Anlagen in Risikoprämien und nach Risikomanagement im aktuellen Marktumfeld sehr groß. Institutionelle Investoren wollen nach den starken vergangenen Jahren immer häufiger die Portfolios breiter diversifizieren und einen Fallschirm mit an Bord nehmen, dies liefern wir durch unser Angebot“, erklärt Wolfgang Mader, einer der drei Gründer des Unternehmens, im Gespräch mit Fundview.

Mader erklärt: „Zentral für unser Unternehmen sind insbesondere das Thema Risikoprämien mit dem eigenen Volatilitäts-Fonds und zum anderen die Risikomanagement-Mandate für institutionelle Kunden. Beide Themen sind für uns sehr wichtig und große Wachstumsfelder. Weil maßgeschneiderte Mandate nicht so skalierbar sind wie ein Fonds, planen wir weitere Einstellungen im laufenden Jahr.“

Zum Start bestand das Unternehmen aus den drei Gründern. Inzwischen arbeiten sieben Personen bei finccam plus eine Person für die Regulierung. Aufgrund des Wachstums des Unternehmens sollen im laufenden Jahr noch ein bis zwei Mitarbeiter eingestellt werden. Derzeit verwaltet finccam rund 1,3 Milliarden Euro für institutionelle Kunden.

Seit der Gründung des Unternehmens wurde zunächst stark in die Infrastruktur und in Technologie investiert. Insgesamt will sich finccam schlank und effizient aufstellen, sodass schnell, individuell und flexibel agiert werden kann. „Dabei haben wir viele Prozesse automatisiert und setzen sehr viel in einer entsprechend gesicherten Cloud-Lösung um. Wichtig ist es auch als kleinerer Asset Manager eine entsprechende Infrastruktur einzusetzen, die großen Häusern in nichts nachsteht. Denn wir möchten mit allen Strategien und Dienstleistungen einen echten Mehrwert für unsere Kunden und Investoren liefern“, sagt Mader.

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