Wie Candriam seinen Onkologie-Fonds aufstellt
Weil das Thema Krebs in der heutigen Gesellschaft immer mehr Menschen betrifft, hat Candriam einen Onkologie-Fonds gestartet. Und spendet auch jährlich zehn Prozent der Management-Gebühren.
Tim Habicht · 02/04/2020

Leider betrifft in der heutigen Gesellschaft das Thema Krebs fast jeden Menschen. Deswegen hat der Asset Manager Candriam einen Fonds gestartet, der durch Investments die Krebs-Forschung unterstützt und damit aktiv gegen den Krebs kämpft: Den Candriam Equities L Oncology Impact.

„Dabei investieren wir in kleine und große Unternehmen, die gute Produkte zur Behandlung und Heilung von Krebs herstellen, in der Onkologie forschen oder auch zur Diagnose von Krebs einen Mehrwert liefern. Dabei unterstützen wir auch direkt mit Geldern die akademische Krebs-Forschung. Denn jährlich spenden wir zehn Prozent der Management-Gebühren an Non-Profit-Organisation“, sagt Rudi van den Eynde, Head of Thematic Global Equity Management bei Candriam, im Gespräch mit Fundview.

Ein zusätzlicher Treiber für diese Thematik ist die globale Demographie, die leider für immer mehr Krebs-Erkrankungen sorgt. Deswegen sind neue Technologien und viele Innovationen nötig, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Investment-Universum des Fonds beinhaltet rund 300 globale Unternehmen, die auf 150 Unternehmen nach der ersten Analyse gesenkt werden.

Oft werden kurzfristige Trends umgesetzt

Eine Bottom-up-Allokation ergibt die Allokation des Fonds. Die Basis der Strategie sind größere Unternehmen, die rund 50 Prozent des Portfolios ausmachen. Dadurch soll die Volatilität gesenkt und das Portfolio insgesamt stabilisiert werden. Der Fokus liegt auf US-Unternehmen, weil dort die meiste Forschung und die meisten Innovationen in der Onkologie betrieben beziehungsweise zu finden sind.

Insgesamt sieht van den Eynde einen Trend hin zu thematischen Investments. Bei Candriam sind elf Mitarbeiter im Team für thematische Investments unter der Leitung von van den Eynde angestellt. Insgesamt bietet der Asset Manager neun unterschiedliche Fonds mit rund fünf Milliarden Euro Assets under Management in dieser Sparte.

„Thematische Fonds und Strategien sind derzeit stark nachgefragt. Wir haben auch deswegen eine eigene größere thematische Palette aufgebaut. Dabei ist uns wichtig, dass wir Themen identifizieren, die langfristig einen Mehrwert liefern und kein kurzfristiges Strohfeuer sind“, sagt van den Eynde und fügt hinzu: „Zu langfristigen Themen gehören die Demographie, der Gesundheitssektor und der Umweltschutz. Außerdem ist wichtig, dass die Themen langfristig attraktiv sind und auch ein entsprechend großes Investment-Universum vorweisen. Denn die Korrelation zwischen den einzelnen Titeln darf nicht zu groß und das Portfolio nicht zu konzentriert sein.“

In der Branche würden allerdings derzeit häufig - bewusst oder unbewusst - von den Asset Managern Themen in Fonds umgesetzt, die kurzfristige Trends repräsentieren; und dann auch nach relativ kurzer Zeit wieder geschlossen werden. Diese Portfolios seien oft nicht gut genug diversifiziert.

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