Multi-Family-Office von Riklef von Schüssler entwickelt Liquid-Alternatives-Portfolio
Das Multi-Family-Office Allington Investors Group ist komplett aus dem klassischen Rentenbereich ausgestiegen und hat als Ersatz ein Alternatives-Portfolio entwickelt.
Tim Habicht · 01/30/2020

Das Multi-Family-Office Allington Investors Group mit Sitz in Bad Homburg ist komplett aus dem klassischen Rentenbereich einschließlich Geldmarkt ausgestiegen und hat als Alternative und Ersatz das ALAP - Allington Liquid Alternative Portfolio entwickelt.

Die Allington-Gründer Riklef von Schüssler (rechts im Bild) und Conrad Lauterbach (links im Bild), erklären im Gespräch mit Fundview: „Dieses Portfolio besteht aus 15 Einzelstrategien mit dem Portfolioziel 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr nach Kosten zu erwirtschaften. Die Renditequellen kommen aus hochspezialisierten Kapitalmarktstrategien, bei denen unterschiedliche Prämien außerhalb des Zinsmarktes vereinnahmt werden.”

Alle Strategien sind liquide, nicht gehebelt und unterliegen der europäischen Kapitalmarktaufsicht. Dabei sei es allerdings wirklich schwierig, gute Strategien für dieses Alternatives-Portfolio zu finden. „Für die großen Asset Manager sind diese Strategien oft zu anspruchsvoll. Im Ergebnis werden diese Strategien eher von spezialisierten, inhabergeführten Boutiquen angeboten. Mit 15 Strategien fühlen wir uns hinreichend ausgerichtet”, sagt Lauterbach.

Alternatives-Baustein als wichtige Erweiterung

Auf der unternehmerischen Seite investiert das Multi-Family-Office vornehmlich direkt in kleine und mittelständische Unternehmen, bevorzugt mit einfachen Geschäftsmodellen. „Komplexitäten im Griff halten ist das oberste Prinzip. Dazu kommen noch Unternehmen in Sondersituation wie deutsche Insolvenzen oder europäische Turnarounds, in die durch eigens dafür gegründete Holdings investiert wird”, erklärt von Schüssler.

Das Multi-Family-Office Allington Investors besteht seit inzwischen drei Jahren. Mit neun Mitarbeitern werden knapp 600 Millionen Euro an Assets betreut.

„Wir haben uns von Beginn an sehr intensiv mit unserer Positionierung beschäftigt. Da wir nicht angetreten sind, um uns in die Vielzahl der tradierten und damit austauschbaren Vermögensverwalter einzureihen, mussten die Themen Leistungsversprechen und Zielerreichung, kurzum unsere Daseinsberechtigung, klar, glaubhaft und nicht zuletzt unverwechselbar aufgesetzt werden. Man bekommt bei unserem Klientel nur eine Chance, sein Angebot vortragen zu dürfen”, sagt von Schüssler. Deswegen sei die Umsetzung des Alternatives-Portfolios ein wichtiger Baustein, um den Kunden einen Mehrwert in einem schwierigen Marktumfeld zu liefern.

Drei Jahre nach der Gründung haben von Schüssler und Lauterbach eine Unternehmensstruktur geschaffen, bei der Vermögensinhaber sowohl bei den liquiden als auch bei den illiquiden Anlagen vollumfänglich beraten werden können.

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