Fixed-Income-Leiterin von La Francaise baut Staatsanleihen der Euro-Peripherie aus
Erhöht wurden Staatsanleihen aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Außerdem wurde die Duration erhöht.
Tim Habicht · 01/30/2020

Aufgrund anhaltender Niedrigzinsen in Europa hat Maud Minuit, Head of Fixed Income, Cross Asset and Total Return beim französischen Asset Manager La Française, die Allokation von Staatsanleihen der europäischen Peripherie in ihrem rund 585 Millionen Euro großen La Française Lux – Multistratégie Obligataires-Fonds erhöht.

Minuit begründet im Gespräch mit Fundview: „Zum einen outperformen diese Länder die restlichen Wirtschaften in der Eurozone. Zum anderen stabilisiert die EZB-Politik natürlich die Situation in der Peripherie und Spanien und Portugal sehen fundamental im Vergleich zu den anderen Ländern sehr stabil und gut aus. Die sehr große Nachfrage auf dem Primärmarkt für Staatsanleihen zu Jahresbeginn spiegelt den großen Bedarf der Investoren an der Peripherie wider.”

Mit einer Allokation von rund 15 Prozent sind spanische Staatsanleihen die größte Portfolio-Position. Portugiesische Staatsanleihen machen rund zwölf Prozent der Allokation aus, ebenso wie italienische Staatsanleihen. Staatsanleihen aus Griechenland sind mit etwa zehn Prozent allokiert.

Nachrangige Anleihen fast komplett aus dem Portfolio

Weil Minuit weiterhin langfristig niedrige Zinsen in Europa und den USA erwartet, wurde außerdem insgesamt mehr Duration aufgebaut und nach Carry Trades gesucht. „Außerdem sind wir für Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich positiv gestimmt. Dort müssen Investoren allerdings aufgrund der bereits durchaus engen Spreads selektiv vorgehen und die Duration eher niedrig gehalten werden”, sagt Minuit.

In ihrem Fonds, den Minuit gemeinsam mit Francois Rimeu verwaltet, wird nach nicht-korrelierten Investments gesucht, die eine hohe Asymmetrie aufweisen. Im vergangenen Jahr lag der Fokus der Investoren stark auf den politischen Risiken. Im Rahmen dessen haben Minuit und Rimeu eher weniger direktionale Investments gefunden aber dafür eher im Portfolio related value Trades fokussiert. Das Portfolio ist dabei in einem Long/Short-Rahmen aufgebaut.

Stark gesenkt und nahezu komplett aus dem Portfolio genommen wurden im Vergleich zum vergangenen Jahr nachrangige Anleihen, da diese Anlageklasse im letzten Jahr eine starke Performance erzielte. „Zum Jahresstart 2019 lag dort unsere Allokation noch bei 20 Prozent. Auch wenn sich die Spreads der Nachranganleihen stark verengt haben, lohnt sich diese Anlageklasse in einem sehr niedrigen Zinsumfeld und einem unterstützenden Regulierungsrahmen immer noch.”

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