CIO von Aegon AM erhöht Schwellenländer-Anleihen
In einem schwierigen Anleihe-Umfeld sei es zentral, abseits von AAA-Staatsanleihen zu allokieren.
Tim Habicht · 01/22/2020

Weil es im aktuellen Marktumfeld extrem schwierig sei mit AAA-Papieren und allen voran mit AAA-Staatsanleihen eine ansprechende Rendite zu erzielen, hat Olaf van den Heuvel, Chief Investment Officer (CIO) bei Aegon Asset Management, seine Allokation in Schwellenländer-Anleihen erhöht.

„AAA-Staatsanleihen sind im aktuellen Marktumfeld nicht sehr attraktiv. Auf der Anleiheseite gibt es jedoch nach wie vor Märkte, die hinsichtlich der Rendite attraktiv sind. Zum Beispiel in Schwellenländer-Anleihen oder im Hochzinsanleihesektor”, sagt van den Heuvel im Gespräch mit Fundview.

Diese Aussage spiegelt sich auch konkret in der Allokation wider: In den vergangenen Jahren lag die Allokation von Staatsanleihen immer durchschnittlich bei rund 30 Prozent. In der Zwischenzeit wurde diese Allokation auf 20 Prozent reduziert. Im Gegensatz dazu wurden Anleihen aus Schwellenländern aufgestockt, in denen jetzt etwa 30 Prozent mehr investiert sind als früher.

Stärkerer Bedarf an Anleihe-Alternatives

Aber nicht nur bei Schwellenländer-Anleihen hat sich die Allokation erhöht. Alternativen sucht und findet van den Heuvel auch in anderen Assetklassen: „Im Anleihebereich suchen wir aktiv nach Alternativen. Neben Anleihen aus Schwellenländern investieren wir beispielsweise auch in niederländische Hypothekenanleihen. Hier können noch attraktive Renditen erzielt werden.”

Die Analysen von Aegon Asset Management, einem auf Anleihen spezialisierten Asset Manager, bestätigen immer wieder die Attraktivität niederländischer Hypotheken. Auf risikobereinigter Basis gehören niederländische Hypotheken seit mehreren Jahren zu der beliebtesten Anlageklasse des Asset Managers. In den größeren Mandaten können sie bis zu 20 Prozent der Gesamt-Allokation ausmachen.

Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes erwartet van den Heuvel auch in den kommenden Jahren einen stärkeren Bedarf und eine höhere Allokation bei sogenannten Anleihe-Alternatives.

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