Lutz Röhmeyer stockt antizyklisch vier Währungen aus Afrika auf
Der Gründer der Berliner Boutique Capitulum AM hat in seinem Capitulum Weltzins-Invest Universal-Fonds die unter Druck geratenen Währungen aus Ghana, Sambia, Äthiopien und Angola erhöht.
Tim Habicht · 01/16/2020

Zu den Gewinnerwährungen im vergangenen Jahr haben hauptsächlich die großen Schwellenländer-Devisen aus Russland, Mexiko oder Thailand gezählt. Es sind vor allem die Währungen, die von den Geldströmen durch die indexnahen Fonds profitierten. Für Fondsmanager Lutz Röhmeyer, Gründer der Berliner Boutique Capitulum AM, ist es aber interessanter, eher die Währungen der zweiten und dritten Reihe antizyklisch für den über 200 Millionen Euro großen Capitulum Weltzins-Invest Universal-Fonds (nachzu)kaufen.

Dazu zählen beispielsweise die vier afrikanischen Währungen Cedi (Ghana), Kwacha (Sambia), Birr (Äthiopien) und Kwanza (Angola). Alle vier Währungen sind seit Anfang Januar 2018 unter Druck geraten; allen voran der Kwanza aus Angola.

Warum stockt Röhmeyer trotzdem hier antizyklisch auf? Der Fondsmanager erklärt im Gespräch mit Fundview: „Hier lohnt es sich durchaus, etwas Geduld zu haben und dann nach entsprechender Abwertung auf günstigem Niveau zu sehr attraktiven Renditen Anleihen zu erwerben. So bieten dann Angola und Ghana jährliche Renditen über 20 Prozent an. Es ist also nicht immer entscheidend, was die Währung allein macht, sondern was inklusive der gezahlten Zinsen der Ertrag in Euro ist. Selbst bei dem Jahresverlierer Argentinischer Peso wurden zwischenzeitlich mehr als 100 Prozent an Zins gezahlt, was Währungsabwertungen dann schnell wieder relativiert.“

Neue Höchststände in beiden Fonds

Insgesamt war für Anleihen, die in lokalen Währungen ausgestellt sind, das vergangene Jahr ein äußerst erfolgreiches Jahr. „Nachdem die Belastungen des Vorjahres die Bewertungen der lokalen Zinsmärkte auf sehr günstige Niveaus gedrückt haben, startete die Erholung vom ersten Handelstag des neuen Jahres an im Einklang mit den anderen Assetklassen. Was zunächst jedoch stark liquiditätsgetrieben war, verstetigte sich im Verlauf kontinuierlich zu einer ausgemachten Rallye, die dann auch aus fundamentaler Überzeugung immer mehr Anhänger fand“, so Röhmeyer.

Die als üblich anzusehende Sommerturbulenz sei dann auch wie von Röhmeyer erwartet kein Trendwechsel, sondern eine willkommene Einstiegsgelegenheit vor der Jahresendrallye gewesen. „So ist es abermals nicht unwahrscheinlich, dass sich diese förderliche Phase bedingt durch die unterstützende Liquiditätssituation der Anleger und dem damit verbundenen Anlagedruck bei frischen Risikobudgets bis ins Frühjahr fortsetzen kann.“ In diesem Umfeld erreichten auch die beiden Capitulum-Fonds, Capitulum Weltzins-Invest Universal und Capitulum Sustainable Local Currency Bond Fonds UI, neue Höchststände.

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