Frankfurter Vermögensverwalter stellt Makro-Fonds offensiver auf
Einerseits wurde die Aktienquote erhöht, andererseits wurde das Aktien-Exposure zyklischer aufgestellt.
Tim Habicht · 12/20/2019

Der Frankfurter Vermögensverwalter Eckhard Schulte hat seinen MainSky Macro Allocation-Fonds offensiver aufgestellt. Dabei wurde die Aktienquote insgesamt auf aktuell 45 Prozent erhöht und auch innerhalb der Aktien-Allokation ist das Portfolio zyklischer geworden. Der Anteil an sogenannten Low-Beta-Titeln wurde entsprechend reduziert.

„Wir sind positiv gegenüber einem Risk-on-Szenario, weil die negativen politischen Themen bereits eingepreist sind, sich der Handelsstreit inzwischen entspannt hat und wir keinen harten Brexit mehr erwarten. Zudem werden die Umsatzerwartungen der Unternehmen besser. Insgesamt bessere Konjunkturdaten können die Märkte weiter antreiben und zu einer Aktien-Rallye führen”, sagt Schulte, Vorstand der MainSky Asset Management AG, im Gespräch mit Fundview.

Zum Vergleich: Im Sommer lag die Aktienquote noch bei rund 30 Prozent und die Aktien waren insgesamt defensiver. So machten im Sommer Zykliker nur rund ein Drittel des Aktienanteils aus, jetzt liegt die Quote bei rund 75 Prozent.

Bunds sind fast komplett aus dem Portfolio gestrichen

Der MainSky Macro Allocation-Fonds ist aus der Fusion der bestehenden MainSky-Fonds Bond Opportunities und Macro Navigation entstanden. Schulte erklärt: „Die Idee dahinter ist, dass wir ein Haus sind, das in Absolute Return denkt. Wir wollen eine flexible Strategie schaffen, die viele Freiheiten hat. Denn Freiheit und Flexibilität ist im aktuellen Marktumfeld zentral. Der Weg bei der Allokation muss nach vorne gerichtet sein und Investoren müssen sich entsprechend auf das neue Regime der Niedrigzinsen einstellen und entsprechend anpassen.”

Deswegen allokiert Schulte in seinem Fonds Renten aktuell eher in der Peripherie und an steileren Teilen der Zinskurve. Reduziert wurden hingegen Bunds. Dadurch hat sich die Duration des Fonds insgesamt etwas verringert. „Bis in den Sommer dieses Jahres hatten wir mit sechs Jahren eine eher längere Duration, die wir jetzt auf drei Jahre halbiert haben. Deutsche Staatsanleihen sind fast komplett aus dem Portfolio genommen worden”, sagt Schulte.

Der Frankfurter Vermögensverwalter ist top down getrieben und hat einen Makro-Blick. Die Einzeltitelselektion ist nicht relevant. „Unsere Strategie setzen wir mit ETFs und Futures um. Das ist leichter, geht schneller und spart Kosten im Vergleich zu einer Strategie mit Einzeltiteln oder Fonds.”

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