Stefan Böttcher erhöht Vietnam-Position auf Maximum von 25 Prozent
Bisher war Vietnam bereits die größte Länder-Position. Jetzt ist die Position an ihr Maximum gekommen. Komplett abgebaut wurde hingegen Argentinien.
Tim Habicht · 11/11/2019

Der Schwellenländer-Experte Stefan Böttcher hat die Vietnam-Position in seinem MAGNA New Frontiers-Fonds auf ein Maximum von rund 25 Prozent erhöht. Im März dieses Jahres lag die Vietnam-Allokation noch bei etwa 17 Prozent.

„Die potentielle Teilöffnung des Marktes ermöglicht ausländischen Investoren eine höhere Gewichtung. Zudem werden neue ETFs auf den vietnamesischen Markt gestartet und zwei neue Indizes von MSCI erstellt. Das wird den Aktienmarkt in Vietnam weiter treiben“, sagt Böttcher im Gespräch mit Fundview.

Allen voran die Top-Unternehmen des Landes, die auch im MAGNA New Frontiers-Fonds allokiert sind, würden davon profitieren. Unklar sei nur noch, wann die ETFs gestartet werden. Das könne noch im laufenden Jahr sein, könne sich aber möglicherweise auch noch verschieben. „Diese neuen Vietnam-ETFs sind für das Land eine kleine Revolution und wird für eine positive Neubewertung der bestehenden Vietnam-Titel sorgen“, sagt Böttcher.

Jetzt sei die Allokation in Vietnam allerdings an einem Maximum angekommen, wie Böttcher sagt: „Wir werden die Allokation nicht mehr durch Zukäufe aufstocken, aber unsere Titel nach oben laufen lassen. Deswegen kann die Allokation in Vietnam durch die Performance weiter steigen.“

Veränderungen im Mittleren Osten

Komplett aus dem Portfolio gestrichen wurde hingegen die Position in Argentinien. „Argentinien ist kein Thema mehr in unseren Fonds. Uns war klar, dass Argentinien entweder der beste oder der schlechteste Markt werden wird. Die zweitgenannte Möglichkeit ist eingetreten. Deswegen haben wir das Risiko zeitig abgebaut und sind komplett aus Argentinien ausgestiegen. Der weitere Ausblick ist für das Land bezüglich der Wirtschaftspolitik negativ.” Im Frühling waren noch fünf Prozent im MAGNA New Frontiers-Fonds in Argentinien investiert.

Veränderungen hat Böttcher auch hinsichtlich seiner Allokation im Mittleren Osten vorgenommen. Saudi-Arabien wurde gesenkt und die Vereinigten Arabischen Emirate aufgestockt. „Aufgrund sozialer Reformen und der Öffnung der Börsen sind die Vereinigten Arabischen Emirate ein spannender Markt. Ausländisches Kapital wird für den Ausbau der bestehenden und den Aufbau neuer Strukturen benötigt”, sagt Böttcher.

Außerdem werde der Anteil des Mittleren Osten allgemein von aktuell rund 1,8 Prozent auf etwa sieben Prozent Ende 2020 im MSCI Emerging Market steigen. „Dadurch werden auch die bestehenden Positionen in den Märkten durch passives Geld getrieben; und aktive Fondsmanager schauen sich aufgrund der höheren Gewichtung im Index die Märkte im Mittleren Osten genauer an.”

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