Wie Private-Equity-Leiter von Flossbach Investment-Perlen finden will
Acht Mitarbeiter verwalten inzwischen vier Private-Equity-Dachfonds.
Tim Habicht · 08/21/2019

Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat schon 2008 den ersten Private-Equity-Dachfonds für externe Investoren geöffnet. Inzwischen verwaltet das achtköpfige Private-Equity-Team mehrere Dachfonds. Jetzt wurde die vierte Strategie in Köln gestartet. Wie Dennis Kaiser, Co-Leiter des Private-Equity-Teams von Flossbach von Storch, in einem boomenden Umfeld noch immer attraktive Investment-Perlen findet, erklärt er im Gespräch mit Fundview.

Zentral bei der Allokation von attraktiven Private-Equity-Fonds sei der Fokus auf Private-Equity-Zielfonds mit einem Volumen von weniger als 500 Millionen Euro. „Dort sehen wir den größten Mehrwert für unsere Investoren. Diese kleinen und mittelgroßen Private-Equity-Fonds liefern attraktive Renditen, da sie unserer Überzeugung nach über den größten Raum verfügen, um durch operative Wertschöpfung den Wert ihrer Portfoliounternehmen nachhaltig zu steigern”, erklärt Kaiser im Gespräch mit Fundview.

Vor diesem Hintergrund hat auch der neueste Private-Equity-Dachfonds von Flossbach von Storch, der Tectum Private Equity IV, trotz hoher Nachfrage nur ein Zielvolumen von 200 Millionen Euro. Dadurch wird mit Ticketgrößen von 10 bis 20 Millionen Euro pro Zielfonds investiert. Das erlaubt es dem Team auf der einen Seite Zugang zu kleineren Zielfonds zu gewährleisten und auf der anderen Seite einen aufwendigen und detaillierten Prüfungsprozess der Zielfonds zu rechtfertigen.

„Viele große institutionelle Investoren sind gezwungen mit großen Ticketgrößen auch nur die großen Private-Equity-Fonds zu allokieren. Da möchten wir flexibler bleiben, um auch in einem insgesamt stark wachsenden Private-Equity-Umfeld noch Investment-Perlen zu entdecken”, sagt Kaiser, der seit vier Jahren bei Flossbach von Storch arbeitet und zuvor beispielsweise bei Macquarie Investment Management und Allianz Capital Partners im Private-Equity-Bereich tätig war.

Bei der Selektion der entsprechenden Fonds und Manager geht das achtköpfige Private-Equity-Team, das zusätzlich auf die Expertise der Portfoliomanager und Analysten von Flossbach von Storch sowie des Flossbach von Storch Research Instituts zurückgreifen kann, in mehreren Schritten vor: Zunächst wird Top Down aus der Makro-Perspektive in die Private-Equity-Zielfonds investiert. „Dafür analysieren wir die länderspezifischen Risiken der Zielfonds, die oftmals sehr fokussiert exklusiv in einem einzigen Land investieren. Danach analysieren wir die Strategien, die wir in diesen Ländern allokieren wollen. Im finalen Schritt erfolgt die Allokation und Selektion der entsprechenden Manager.”

Kaiser und sein Team favorisieren dabei Manager und Fonds, die einen sehr aktiven Ansatz verfolgen. Die Manager der Zielfonds müssen nachhaltig und aktiv ihre Investments entwickeln und gemeinsam mit diesen agieren. „Wir wollen keine Manager, die ihre Rendite primär über Financial Engineering generieren”, stellt Kaiser klar.

Auch wenn das Private-Equity-Team von Flossbach von Storch aktuell mit acht Personen gut besetzt sei, ist das Kölner Unternehmen noch auf der Suche nach einem neuen Private-Equity-Experten, der das Team verstärken soll. Denn auch der vierte Private-Equity-Fonds des Unternehmens wird vermutlich nicht der letzte Dachfonds bleiben.

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