Warum Impact Investoren den Sandelholzbaum retten wollen
Die Jäderberg & Cie. Gruppe bietet seit 2010 rund 1300 privaten und professionellen Anlegern Vehikel an, um in Sandelholz zu investieren.
Tim Habicht · 11/21/2019

Seien wir ehrlich: Der Sandelholzbaum ist vermutlich nicht allen Investoren in Deutschland bekannt. Zum einen als Pflanzenart und vermutlich noch weniger als Investment-Alternative für das Portfolio. Deswegen wissen die wenigsten Investoren wohl auch, dass der Sandelholzbaum vom Aussterben bedroht ist; und eine attraktive Rendite verspricht.

„Wir sehen uns als Impact Investoren, die den Sandelholzbaum retten wollen. Dieser Baum hat eine große Bedeutung für die buddhistische Kultur, und sein Öl hat eine starke medizinische Wirkung, die für die Pharmaindustrie sehr interessant ist. Aufgrund dieser medizinischen Wirkung ist der Sandelholzbaum ein sehr wertvoller, begehrter und zugleich vom Aussterben bedrohter Rohstoff”, erklärt Peter Jäderberg, Gründer und Geschäftsführer des Impact Investors Jäderberg & Cie., im Gespräch mit Fundview.

In 2010 wurde die Jäderberg & Cie. Gruppe als unternehmerischer Impact Investor gegründet, der bis 2019 ausschließlich auf seine vom australischen Unternehmen Quintis bewirtschafteten Sandelholz-Plantagen fokussiert war. Zur Finanzierung haben sich inzwischen rund 1300 private und professionelle Anleger als Co-Investoren in bisher 14, teils regulierten Vehikeln, beteiligt. Das Unternehmen bietet Co-Investoren die Möglichkeit, Investments in Sandelholz umzusetzen.

Renditechancen deutlich über dem Kapitalmarktdurchschnitt

„Für uns als Impact Investoren ist sehr wichtig, dass wir konkret in den Erhalt eines Rohstoffs investieren. Wenn man in eine nachhaltige Aktie oder einen ESG-Fonds investiert, fließt das Geld letzten Endes doch nur in die Aktie beziehungsweise hat eine Auswirkung auf den Aktienkurs, aber nicht konkret und unmittelbar auf das Unternehmen. Deswegen sind solche Produkte oft ein wahrer Etikettenschwindel. Green Washing ist teilweise noch eine Verniedlichung”, kritisiert Jäderberg.

Die Auswahl der Sandelholzbaum-Flächen liegt bei Quintis, dem Weltmarktführer unter den Plantagenbetreibern. Grundsätzlich werden keine Flächen abgeholzt, sondern es findet nur Aufforstung statt. Die Flächen müssen strengen Kriterien in Bezug auf Lage, Bodenbeschaffenheit, Verfügbarkeit von Wasser etc. genügen, bevor daraus eine Sandelholz-Plantage wird.

Sandelholz-Investments sind eine unternehmerische Beteiligung, die eine lange Laufzeit aufweisen. Es gibt zwar Exit-Szenarien, aber Sandelholz-Investments sind trotzdem nicht als Kurzläufer geeignet. Das Impact Investment ist eine Beimischung zu einem diversifizierten Portfolio.

„Die Renditechancen liegen dabei deutlich über dem Kapitalmarktdurchschnitt. Aktuell sind fünf Plantagen im Northern Territory und in Queensland mit insgesamt 700 Hektar Fläche und rund 350.000 Sandelholz-Bäumen im Bestand. Hieraus werden Ernte-Erlöse von über einer Milliarde Euro ab 2028 erwartet”, sagt Jäderberg.

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