StarCapital erhöht Aktien-Quoten in Mischfonds deutlich
Weil das Gewinnwachstum der Unternehmen in 2020 weltweit wieder leicht nach oben drehen könnte und es große Hoffnung auf der politischen Front gibt, zeigt sich das Portfoliomanagement bei StarCapital positiv gegenüber den Aktienmärkten.
Tim Habicht · 11/19/2019

Das Portfoliomanagement von StarCapital hat die Aktienquote in den Multi-Asset-Fonds seit Sommer dieses Jahres deutlich erhöht. Der Grund: Das Gewinnwachstum der Unternehmen könnte in 2020 weltweit wieder leicht nach oben drehen und die erneute Geldflutung durch die Notenbanken unterstützt die Märkte mit ausreichend Liquidität.

Deswegen wurden die Aktien-Quoten der Mischfonds StarCapital Winbonds plus, StarCapital Long/Short Allocator und StarCapital Strategy 1 seit August 2019 bis heute kräftig angezogen. Beim Winbonds plus, dem defensivsten Multi-Asset-Fonds des Hauses, lag die Aktienquote im August noch bei 13,5 Prozent und wurde jetzt auf 18,3 Prozent erhöht. Die maximale Aktienquote liegt hier bei 20 Prozent. Das Gaspedal ist also fast ganz durchgedrückt.

Beim Long/Short Allocator wurde die Aktienquote von 35 Prozent auf netto 45,5 Prozent erhöht. Damit liegt der Aktienanteil über der neutralen Quote. Beim Strategy 1-Fonds ist die Aktienquote mit 83,6 Prozent aktuell am höchsten. Diese lag im August dieses Jahres noch bei 63 Prozent.

„Verstärkt werden könnte die Hausse durch die massive Untergewichtung der internationalen Investoren in Aktien, insbesondere in Europa und Japan. Von der erwarteten konjunkturellen Wende sollten in erster Linie zyklische, das heißt konjunktursensitive Titel mit günstiger Bewertung (Value) profitieren“, sagt Manfred Schlumberger, Leiter des Portfoliomanagements und Vorstand beim Asset Manager StarCapital.

Entsprechend haben Schlumberger und sein Team die Aktienquoten in den Multi-Asset-Fonds in den vergangenen zehn Wochen kräftig nach oben gefahren, sodass das Unternehmen von der aktuellen Hausse überproportional profitieren will. Mitte August dieses Jahres hat Schlumberger im Gespräch mit Fundview seinen Winbonds-Fonds noch defensiver positioniert und eine Kasseposition von rund 4,5 Prozent aufgebaut.

Trump wird Kreide fressen

Auch eine mögliche Entspannung auf der politischen Ebene wertet Schlumberger als positiv für die Aktienmärkte. Schlumberger erklärt: „Aktuell gibt es große Hoffnung von der politischen Front! Noch in diesem Jahr ist ein bescheidenes Teilabkommen im Handelskonflikt zwischen China und den USA zu erwarten. Der Deal sieht Importe von Schweinefleisch und Sojabohnen sowie vage Absichtserklärungen bezüglich Patentschutz und leichterem Marktzugang für Finanzunternehmen von chinesischer Seite gegen die Aussetzung angekündigter neuer US-Zölle vor.“

Trump habe außerdem kein Interesse an einer Verschärfung des Konflikts vor den Präsidentschaftswahlen Ende 2020. Eine weitere Konjunkturabschwächung würde seine Wiederwahl nämlich stark gefährden. „Er wird stattdessen Kreide fressen und kleine Deals als große Siege verkünden. Die Chinesen werden ihm diesen Triumph gönnen und ihren Erfolg, nämlich keine nennenswerten Zugeständnisse zu machen, still genießen“, sagt Schlumberger.

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