Hedgefonds-Experte von FERI erklärt neues Future-Stars-Konzept im Dachfonds-Mantel
FERI wird kein traditionelles Seeding-Agreement haben, sondern eine langfristige Umsatzbeteiligung am Hedgefonds. Hedgefonds mit etwa 80 Millionen US-Dollar Assets stehen im Fokus.
Tim Habicht · 11/12/2019

Der Alternatives-Experte FERI wird im ersten Quartal 2020 ein Future-Stars-Konzept im Dachfonds-Mantel starten. Im Rahmen dieser Strategie soll in junge Hedgefonds investiert werden. Gleichzeitig wird FERI eine langfristige Umsatzbeteiligung am Hedgefonds erhalten. Dadurch wird ein Teil der Einnahmen aus allen Gebühren, die der Hedgefonds generiert, gesichert.

„Wichtig ist, dass wir kein traditionelles Seeding-Agreement, also keine Beteiligung an der Managementgesellschaft des Fonds anstreben, und auch keinen Einfluss auf die Strategie der Hedgefonds oder die Unternehmenspolitik des Fondsmanagers nehmen”, sagt Thomas Maier, Direktor Hedgefonds bei der FERI Trust GmbH, im Gespräch mit Fundview.

Der Sweet Spot für FERI sind Hedgefonds, die etwa 80 Millionen US-Dollar Assets haben. Diese kann das Unternehmen dann mit einem Investment von 20 Millionen US-Dollar auf über 100 Millionen US-Dollar bringen. Maier erklärt: „Damit werden diese Hedgefonds auch für andere institutionelle Investoren interessant. Dabei wählen wir Hedgefonds aus, deren Manager wir entweder bereits von bisherigen anderen Stationen kennen und die sich durch eine attraktive Strategie auszeichnen. Durch unsere breite Due Diligence in diesem Bereich finden wir oft spannende Manager und Hedgefonds, deren Asset-Wachstum erst begonnen hat.”

Hedgefonds-Welt ist im Wandel

Weil FERI kein Seed-Investor ist, seien die Risiken geringer. Allerdings profitiert das Unternehmen gleich doppelt von einem Investment: Zum einen von der Rendite des Hedgefonds und zum anderen von den Gewinnen des Hedgefonds-Anbieters.

Kleine Hedgefonds müssen dabei nicht immer von jungen Managern verwaltet werden. Es würde auch sehr erfahrene Manager geben, die sich selbstständig machen oder durch einen Spin Off ihren eigenen Hedgefonds starten. „Diese Hedgefonds sind kleiner und flexibel und liefern im historischen Vergleich eine bessere Performance als große Hedgefonds, für die viele Marktopportunitäten gar nicht mehr in Frage kommen. Außerdem liefern größere Hedgefonds im Durchschnitt auch mehr Marktbeta. Wir fokussieren uns allerdings auf das Alpha der jungen Hedgefonds”, sagt Maier.

Insgesamt sei die Hedgefonds-Welt im Wandel. Die Konzentration unter den Anbietern sei größer geworden. Das liege daran, dass die Anforderungen an die Hedgefonds-Manager im Hinblick auf Compliance und Regulierung deutlich größer geworden seien. Zum anderen konnten Manager früher mit 20 bis 30 Millionen US-Dollar ihren Hedgefonds erfolgreich starten. Heute seien da schon eher 50 bis 70 Millionen US-Dollar nötig.

„Die Schwellen sind gestiegen und viele – auch sehr gute Produkte – krebsen bei unter 100 Millionen US-Dollar Assets. Hier bietet sich für uns als Unternehmen eine Chance für attraktive Investments, die sich noch unter dem Radar der großen Investoren befinden”, so Maier.

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