Universal-Investment plant Ausbau des internationalen Geschäftes mit neuen Standorten

Bis 2023 sollen 25 Prozent der UI-Kunden aus dem Ausland kommen. Büros in Asien, eine Plattform in Irland und ein Vertriebsbüro in London seien möglich.

Tim Habicht · 11/08/2019

Die Frankfurter Investmentgesellschaft Universal-Investment plant unter ihrem neuen CEO Michael Reinhard einen Ausbau des internationalen Geschäftes. Bis 2023 sollen 25 Prozent der Kunden von Universal-Investment aus dem Ausland kommen.

„Wir überlegen, eine Plattform in Irland und ein Vertriebsbüro in London aufzubauen. Büros in Asien sind auch denkbar. Universal-Investment hat, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit vielen ausländischen Fondspartnern, zudem viele Anknüpfungspunkte in Skandinavien und der Schweiz“, schreibt Reinhard in der Herbst-Ausgabe des UI-Magazins spotlight. Reinhard hat den CEO-Posten zum 1. Mai dieses Jahres von Bernd Vorbeck übernommen. Zuvor war Reinhard Chief Operating Officer (COO) des Unternehmens.

Insgesamt will UI bis 2023 zur führenden europäischen Fonds-Service-Plattform für alle Assetklassen werden - mit einem administrierten Vermögen von mehr als 500 Milliarden Euro. „Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir in die Digitalisierung investieren sowie organisch und anorganisch - also auch durch Zukäufe - wachsen.“



Künstliche Intelligenz und Blockchain im Blick

Die Investments für die Digitalisierung des Fondsgeschäfts wurden im Rahmen des Ausbaus um 15 Prozent erhöht. In den kommenden drei Jahren sollen zusätzlich über zehn Millionen Euro in Digitalisierungsprojekte und den Ausbau der IT-Infrastruktur investiert werden. Reinhard erklärt: „Wir haben die Organisation im Unternehmen schon für die neuen Herausforderungen aufgestellt. Das Geschäftsmodell als offene Infrastrukturplattform für die Finanzindustrie wird evolutionär Schritt für Schritt weiterentwickelt. Wir legen immer den Fokus auf Lösungen, die unseren Kunden helfen können. Zudem schauen wir auch, wo wir zusätzliche Geschäftsmodelle integrieren können, beispielsweise über Zukäufe, das ist der eher revolutionäre Teil.“

Als Beispiel für den evolutionären Schritt nennt Reinhard die Einstellung von Christian Reitz, der im Frühjahr zum Head of Digital Transformation ernannt wurde. Diese Position wurde neu geschaffen. Das revolutionäre Beispiel ist der Kauf des IT-Dienstleisters labs, den UI zu Beginn des laufenden Jahres von Lupus Alpha AM übernommen hat, um die Wertschöpfungskette zu erweitern.

Der konsequente Ausbau der Digitalisierung soll in erster Linie auf Qualitätsverbesserungen sowie zusätzliche Dienstleistungen für die Kunden abzielen. Die Digitalisierung habe aber auch Effizienzsteigerungen, die Reduzierung manueller Tätigkeiten und ein robusteres Risikomanagement als positive Nebeneffekte.

Beispiele für neue Technologien und Denkansätze seien roboterunterstützte Prozessoptimierung und der Ausbau des sogenannten Emerging-Tech-Teams, das technische Innovationen und deren Nutzen sowie Integrierbarkeit prüft. Wie beispielsweise die Künstliche Intelligenz oder die Blockchain.


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