TBF stellt Value-Fonds mit Goldminen-Allokation neu auf

Im Fonds der Boutique wurden Goldminen-Aktien auf fast 50 Prozent aufgebaut.

Tim Habicht · 08/21/2019

Die Boutique TBF Global Asset Management hat ihren TBF Global Value-Fonds neu aufgestellt und im Zuge dessen Goldminen-Aktien auf aktuell 47 Prozent der Allokation aufgebaut. Ein möglicher Anstieg des Goldpreises ist allerdings nicht das Hauptthema bei dieser Allokation. Vielmehr seien Goldminen im Vergleich zum Goldpreis in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten deutlich unterbewertet. Goldminenaktien müssten sich von der Bewertung her deswegen mehr als verdoppeln, um den aktuellen Goldpreis auch nur annähernd zu reflektieren.

Wichtig ist, dass der Portfolio-Schwerpunkt beim rund 22 Millionen Euro großen Value-Fonds nicht auf physischem Gold, sondern auf Aktien von Goldminen liegt. Bis zu 60 Prozent des Gesamt-Portfolios können Goldminen-Aktien ausmachen. Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie globale wirtschaftliche Unsicherheiten haben den Goldpreis zuletzt stark in die Höhe getrieben. In den vergangenen drei Monaten stieg der Goldpreis um fast 20 Prozent.

Reduziert wurden entsprechend klassisch defensive Qualitäts- und vermeintlich sichere Wachstumstitel. Diese beginnen derzeit an Momentum zu verlieren. „Das betrifft hoch bewertete Technologie-Titel, aber auch Unternehmen wie Nestle und Coca-Cola. Hingegen sind erste Anzeichen einer Stabilisierung von Substanzwerten festzustellen. Die Schere zwischen diesen beiden Polen ist seit 2018 massiv auseinandergegangen“, sagt Michael Harbisch, CEO von TBF, bei einem Webinar des Unternehmens.

Dabei würden Minenunternehmen der Markt-Entwicklung deutlich stärker hinterherhinken und seien daher für die Boutique selektiv sehr interessant. Harbisch ergänzt: „Durch den Handelskrieg ist das Sentiment für den Rohstoff-Sektor massiv in den Keller gegangen. Wir sind aber nicht in erster Linie bullisch auf die zu Grunde liegenden Rohstoffe, sondern auf die Produzenten, weil wir überzeugt sind, dass diese in diesem negativen Umfeld gefordert sind ihre Erträge zu verbessern; beispielweise durch Zusammenschlüsse untereinander oder durch Effizienzsteigerungen.”


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